YOGA MIT ADHS
Neurodivergente Menschen werden nicht automatisch ruhiger, fokussierter oder achtsamer, nur weil sie länger meditieren oder langsame Yogaformen praktizieren.
Kennst du diese Situationen?
„Schließe deine Augen und komm zur Ruhe.“
„Bleib einfach in der Haltung und beobachte deinen Atem.“
„Lass die Gedanken kommen und gehen.“
„Genieße die Stille im Savasana.“
Das typische Bild des ruhigen, gelassenen Mensch beim Yoga ist uns allen vermutlich bekannt. Dieses klassische Bild von Yoga vermittelt meist, dass Ruhe, Regulation und Achtsamkeit mit der Zeit durch das Üben von ruhigen, langsamen Techniken und Übungen kommt. Doch ein ADHS-Gehirn funktioniert oft anders.
Und genau deshalb fühlt sich Yoga für viele neurodivergente Menschen nicht automatisch entspannend oder regulierend an, sondern eher langweilig, frustrierend oder sogar erst recht stressig.
WARUM DAS PASSIERT
ADHS ist keine reine Aufmerksamkeitsstörung, sondern umfasst auch eine andere Art der Reizverarbeitung, Regulation und Fokussierung.
Viele klassische Yoga-Formate gehen jedoch davon aus, dass:
weniger Reize = mehr Ruhe
weniger Komplexität = mehr Fokus
mehr Stille = mehr Regulation
Für viele neurodivergente Menschen trifft das jedoch nicht zu und kann oft genau das Gegenteil bewirken.
Leider wird beim Yoga oft ausser Acht gelassen, dass viele neurodivergente Menschen andere Yoga-Techniken brauchen, als neurotypische Menschen und in den meisten Yoga Ausbildungen ist Neurodivergenz kein Bestandteil. Gleichzeitig ist Neurodivergenz ein großes Spektrum. Was z.B. einem Menschen mit ADHS oder Autismus hilft, kann bei einem anderen Menschen leider nicht hilfreich sein.
WAS SICH mit HYPER YOGA VERÄNDERT
Hyper Yoga berücksichtigt die Art, wie dein Nervensystem arbeitet. Statt „weniger“ Aktivität und Reize, geht es um ein anderes Verhältnis von:
Struktur & Aufmerksamkeit
klare, geführte Anleitungen
kürzere Sequenzen mit Bewegungen die aufeinander aufbauen (mit Raum zum optionalen Ausprobieren)
geführte Atemübungen statt selbst zählen
Bewegung & Regulation
dynamische, aufbauende Sequenzen statt sehr langsamer Flows und langes Halten einer Übung
Wechsel zwischen Aktivierung und Entlastung
Bewegung als Fokus-Hilfe statt reines Still-Sitzen in Ruhe
Reizverarbeitung Körper & Nervensystem
gezielte propriozeptive Reize (durch z.B. eigene Berührung, externes Zubehör)
Einsatz von Stimming (z.B. Reiben von Fingern oder Füßen, Fingerspitzen Tappen, Pendeln, Fidget Toys), besonders bei Meditationen, Atemübungen und Savasana
individuelle Umsetzung von Meditation und Atemübungen mit Integration von Neuro-Übungen (statt typisches stilles Sitzen ohne Bewegung)
Hilfsmittel & Unterstützung
Umfassender Einsatz von Zubehör (Blöcke, Bänder, Ball, Bolster, Decke)
Anpassung der Übung an den Körper und an sensorische Sensibilität
Berücksichtigung von Komorbiditäten wie z.B. Hypermobilität (HSD/hEDS), Dysautonomie, MCAS
“Jeder Mensch ist individuell und genauso individuell darf der support mit Yoga für dein ADHS gehirn und Nervensystem sein.”
WARUM DAS WICHTIG IST
Viele Menschen mit ADHS / AuDHS erleben Yoga entweder als:
zu langsam, unterfordernd und langweilig
oderzu still, strikt und schwer zugänglich
Wenn du bisher erlebt hast, dass Yoga dich eher frustriert und aggressiv macht und egal wie sehr du dich anstrengst, du dich nicht ruhiger und regulierter fühlst, liegt das nicht an dir. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, sich im Yoga fehl am Platz zu fühlen oder man die Gründe bei einem selbst sucht. Oft liegt es jedoch daran, dass die meisten Yoga-Ansätze nicht für neurodivergente Menschen entwickelt wurden und leider selten Optionen in den Yoga Angeboten mitgedacht werden.
Hyper Yoga versucht genau diese Lücke zu schließen:
Mit Yoga, das endlich zu deinem Gehirn und Nervensystem passt.
Als Yogalehrerin und Trainerin mit ADHS kann ich dir dabei helfen,
deinen Körper und Nervensystem in Bewegung besser zu verstehen
mit dir Tools und Techniken von Übungen zu erarbeiten, die zu dir passen
eine individuelle und anpassungsfähige Bewegungsroutine zu etablieren
ein vertrauensvolles Körpergefühl aufzubauen
wie du mit möglichen Komorbiditäten wie Hypermobilität, MCAS, POTS umgehen kannst
die Freude an Yoga und Training wiederzuentdecken
Einzeltraining buchen
Wenn du dir eine individuelle Begleitung wünschst, arbeite ich im Einzeltraining gezielt mit dir daran, Yoga und Bewegung so anzupassen, dass es zu deinem Körper, deinem Alltag und deinem Nervensystem passt.